Laura goes Australia

Laura am anderen Ende der Welt

 
24November
2017

Das Glück ist zurück!

Ich bin direkt am nächsten Tag zur Werkstatt, damit ich schnellstmöglich alles regeln konnte. Das Auto hier zu verkaufen stellte sich dann als gar nicht so einfach heraus. Australien besteht - wie ihr vielleicht wisst oder auch nicht - aus mehreren Staaten. Ich habe das Auto in Queensland gekauft und somit auch dort auf meinen Namen registrieren lassen. Da ich mich jetzt aber in New South Wales befinde und es hier verkaufen will braucht man das ein oder andere Zertifikat usw. Ich also zur Werkstatt um mir den "blueslip" zu holen - das Roadworthy certificate. Es musste - ganz passend zu meiner Pechsträhne - natürlich etwas repariert werden, damit ich das Zertifikat bekomme. Somit habe ich da erstmal ein paar hundert $ gelassen. Nungut - was muss das muss. Mein Auto habe ich im Internet auf sämtliche Seiten rein gestellt und nach ein paar Tagen auch die ersten Anfragen und Besichtigungen gehabt. Als ich mich dann noch genauer damit beschäftigt habe, was man alles braucht um das Auto umzuschreiben, stellte sich heraus, dass man eine extra Versicherung abschließen muss, der sogenannte greenslip - für 12 Monate, nur bei ausgewählten Versicherungen (die teuersten natürlich). Das heißt derjenige der das kauft müsste das Auto bezahlen, eine Versicherung und die Registrierungskosten. Ich fing an daran zu zweifeln, dass das jemand tun wird. Lange Rede - kurzer Sinn: das Glück hatte mich wieder und ich hatte einen Käufer. Schließlich verabredeten wir uns bei einer KFZ-Stelle und legten der guten Dame allen möglichen Kram vor:

• Nummernschilder
• Registrierungspapiere
• Kaufvertrag
• Alte Registrierungspapiere aus Queensland
• Reisepass
• Kreditkarte
• Führerschein
• Bestätigung eines Hostels, als "Adresse"
• Versicherungsunterlagen

Ja genau. Da kam direkt das Problem. Die Versicherungsunterlagen. Die Jungs hatten leider eine völlig falsche Versicherung abgeschlossen.. also wurden wir direkt wieder raus geschickt und könnten wieder kommen, wenn wir den greenslip hätten. Alles klar. Nummernschilder wieder dran geschraubt und zwei Tage später der nächste Versuch. Und es hat tatsächlich geklappt - ich habe es verkauft und hoffe, es ist jetzt in guten Händen.
Die letzten überreste meines Autos

Letzten Freitag bin ich mit Beate und einem ehemaligen Kollegen von ihr noch was trinken gegangen. Nunja, es ist dann auf einmal plötzlich 4 Uhr morgens gewesen. Wir hatten auf jeden Fall einen super lustigen Abend :) Seht selber :D


Diese Woche war ich in Sydney, es ist einfach eine beindruckenede Stadt mit so vielen verschiedenen Facetten. Der botanische Garten und der Ausblick auf das Opera House und die Harbour Bridge sind einfach sooo schön! Balsam für die Seele!



Ich kann mich auch extrem glücklich schätzen Bundaberg und das Hostel verlassen zu haben. Dort wimmelt es gerade nur so von Bettwanzen! Gott sei Dank bin ich da nicht mehr! Dort sind nämlich einige jetzt verzweifelt wohin sie gehen sollen, weil bleiben will da verständlicherweise keiner.

Und mein absolutes Highlight: Meine Mädels haben einen neuen Flug gebucht und werden in 53 Tagen hier sein. 😍 Ich bin so froh, dass ich doch mit den beiden die Strecke von Brisbane bis Melbourne bereisen kann! Kann es kaum abwarten! ♥

Ab Sonntag habe ich erstmal eine Volunteerstelle für  ein bis zwei Wochen im Norden von Sydney. Ich helfe einem älteren Ehepaar etwas im Haus und Garten und bekomme dafür Unterkunft, Verpflegung und die Gegend gezeigt. Ein Mädchen, dass ich hier kennen gelernt habe, hat mir das empfohlen. Eine Freundin von ihr reist so durch die ganze Welt. Total spannend. Mal sehen, was mich da erwartet :)
Ab dann haben Beate und Familie erstmal Ruhe von mir - haha. Bis ich sie spätestens nächstes Jahr im Mai mit meiner Schwester nochmal besuche! Ich bin unendlich dankbar :)

Mal sehen, was das nächste Abenteuer bereit hält!

12November
2017

Achterbahnfahrt der Gefühle

Wo fange ich nur an zu erzählen?

Am Montag war es dann soweit. Das Auto packen und von meinen Lieblingsmädels verabschieden - der absolut traurigste Abschied. Aber bei den drei bin ich sicher - wir sehen uns wieder und werden noch in Deutschland Kontakt haben :) Ziemlich komisch, die Leute alle nicht mehr um mich zu haben. Ich hätte nicht gedacht, dass man hier so tolle Freundschaften schließen kann ❤


Ich versuchte mein Glück mit einer Au Pair Stelle, bei der ich Donnerstags anfangen sollte, nur 3 h südlich von Bundaberg. Naja - es war Montag. Also fuhr ich erstmal los, ohne zu wissen, wo ich die Nacht verbringen werde. Am wunderschönen Rainbowbeach bin ich dann im Sonnenschein angekommen, parkte mein Auto auf einer Art Düne mit Blick auf den Strand - wunderschön. Bis es dunkel wurde, anfing zu blitzen und zu donnern 😂 jaja, war schon gemütlich alleine, mitten am Strand während die Welt halb untergeht. Aber wie ihr seht - ich habe überlebt.


Da das Wetter sich aber nicht bessern sollte, machte ich mich auf den Weg nach Noosa und übernachtete in einem Hostel. Als die Au Pair Familie mitbekommen hat, dass ich bereits in der Stadt bin bestand sie darauf, dass ich bereits Mittwochabend komme. Also machte ich mich gegen Abend auf den Weg und landete in einer wunderschönen Gegend mit modernen, neuen Häusern. Der erste Eindruck war super. Die Familie hatte ein traumhaftes Haus mit Pool und Palmen im Garten. Sie 10 Monate alten Zwillinge waren super süß. Doch all das war leider mehr Schein als sein. Die Eltern waren Franzosen und haben sich ununterbrochen auf französisch unterhalten, nur wenn ich dann mal was machen sollte wurde auf Englisch gesprochen. Untereinander war da glaube ich auch nicht alles harmonisch. Der Vater wollte nicht allzuviel von seinen Kindern wissen und machte sich immer vom Acker. Der Kühlschrank war auch eher leer, im Schrank standen drei Teller usw usw usw. Mein Bauchgefühl stimmte nicht. Ich fühlte mich völlig unwohl. Etwas verzweifelt saß ich am Donnerstagabend dann in meinem Bett und überlegte was ich machen soll. Mir ging diese ewige Jobsuche auf die nerven. Ich will das Land sehen, Leute und andere Kulturen kennenlernen und mich nicht sinnlos im Kreis drehen. Kurzzeitig habe ich darüber nachgedacht das Jahr zu verkürzen und nur noch zu reisen, bis die Kohle weg ist. Als meine Mädels - die mich im Januar für 4 Wochen besuchen wollten - mir dann am späten Abend mitteilten, dass deren Flug gestrichen wurde, war mein Tag somit gelaufen. Da Air Berlin insolvent ist, werden keine Flüge mehr durchgeführt und das Geld ist auch weg.. da wurde die Verzweiflung natürlich noch größer, weil ich schließlich auch meine Route danach ausgelegt habe, dass die beiden kommen. Völlig planlos habe ich mit Beate geschrieben (meine Bekannten, die in Sydney wohnen) und sie hat mir angeboten, vorerst zu denen zu kommen. Mein Lichtblick am Ende des Tunnels! Freitag habe ich direkt mit meiner Gastfamilie gesprochen, weil ich es auch nicht fair gefunden hätte, denen etwas vorzuspielen. Morgens um halb 8 fuhr ich also los. Ich fuhr und fuhr und fuhr - 10 Stunden, 700km bis es fast dunkel wurde. Übernachtete eine Nacht in einem kleinen süßen Hostel, da die Campingplätze in der Umgebung sogar teurer waren. Am nächsten Tag ging es weiter Richtung Sydney - 400km hatte ich noch vor mir. Und da das Pech mich momentan verfolgt, machte meine Gangschaltung schlapp. Mein 5. Gang sprang immer wieder raus. Also verbrachte ich die 400km damit meine Gangschaltung festzuhalten!

Ich war unendlich froh, als ich dann endlich am späten Nachmittag bei Beate angekommen bin und bin dankbar, dass sie mich ohne wenn und aber aufgenommen haben ❤
Nun bin ich also wieder in Sydney, völlig planlos. Ich hoffe, es gibt irgendeine Möglichkeit, dass meine Mädels irgendwie doch kommen können. Das wird sich in den nächsten Tagen entscheiden. Zudem habe ich mir überlegt, mein Auto zu verkaufen, da ich das erstmal nicht mehr brauche. Morgen geht es somit erstmal zu einer Werkstatt zur Inspektion. Mal sehen, was da am Ende raus kommt. Ich hoffe meine Pechsträhne hat bald ein Ende 🙈

Aber hey - wenn es bergab geht, geht es auch irgendwann wieder bergauf :)

05November
2017

Bye, bye Bundaberg!

WE DID IT!

40 Arbeitstage
9 Wochen
297 Arbeitsstunden
Es ist vollbracht. 62.000 Säcke sind mit Ingwer bepflanzt. Unsere Arbeit auf der Farm ist getan. Am letzten Tag gab es von unserer Farmerin noch Kuchen für uns - sie war einfach die Beste :) Als kleinen Dank, dass sie immer so fair zu ins war gabs von uns eine Karte und Milkaschokolade. Die hat sie sich nach den ganzen Problemen echt verdient. Ich bin den ganzen Tag strahlend durch die Gegend gelaufen an diesem Tag, weil ich wusste es ist der letzte Arbeitstag. Schon morgens um 5:30 Uhr habe ich alle mit meiner guten Laune genervt. Aber das kennt ihr ja 😎


Donnerstag und Freitag hatten wir dann frei, haben ausgeschlafen und uns Freitags von unserer Lieblingsjapanerin bekochen lassen. Nudelpfanne mit Hähnchen und Gemüse - das war so lecker :)



Langweilig wird es hier im Hostel auch nie. Freitagabend ist Adriana - mal wieder - aus dem Bett gefallen :D Sie hat geträumt das eine Spinne sie töten will und ist im Schlaf einfach aus ihrem Bett gehüpft. Wir konnten uns das lachen natürlich nicht verkneifen. Über Adriana im Bett schläft ein Italiener. Das der nicht ganz normal ist, wussten wir von Anfang an. Er hat NIE ein Wort gesprochen und hat immer nur an die Wand oder an die Decke gestarrt. Adriana hat aus ihrem Bett geguckt und wir haben leise gekichert. Auf einmal bewegt sich der Italiener oben im Bett und er schlägt einfach zu und trifft sie mitten ins Gesicht. Ich bin direkt aufgesprungen und habe ihn angeschrien. Als er seine Hand dann aber wieder gehoben hat, sind wir aus dem Zimmer raus.. so ein kranker Typ. Die Nacht haben wir dann im Flur auf der Couch verbracht. Am nächsten Tag ist er dann Gott sei Dank aus dem Zimmer geflogen, nachdem er nochmal gesagt hat, dass es ihm egal ist, dass er sie getroffen hat und er sich nicht entschuldigt. So ein Ar***.


Samstag ging es dann ein letztes Mal zum Strand und abends feiern. Sonntag kam dann der große, traurige Abschied :( Mit meinen 3 Lieblingsmädels habe ich zum Abschied nochmal gekocht. Als Adriana und ich Pia und Luisa ihr Abschiedsgeschenk gegeben haben, liefen schon die ersten Tränen. Wir mussten uns schließlich von allen verabschieden, was mir bei manchen echt schwer gefallen ist, weil ich die Menschen hier total in mein Herz geschlossen habe.
German crew 💕

Meine Reise geht jetzt weiter. Heute starte ich alleine ins nächste Abenteuer und verlasse Bundaberg mit einem weinenden und einem lachenenden Auge. 🙈

27Oktober
2017

Der Sonne entgegen 🌅

Arbeit, endlich wieder Arbeit.

Freitag "durften" wir dann wieder arbeiten. Hab die ganze Erde und das Schüppen glatt vermisst. Ne, eigentlich nicht. Aber bin ja hier um Geld zu verdienen und nicht um zu faulenzen! Da endlich wieder schönes Wetter war sind wir zum Sonnenuntergang an den Strand gefahren. Leider geht an der Ostküste die Sonne nicht über dem Meer unter - trotzdem war es einfach schön.
Clud :) Huch Pia :) Luisa :) Pia und Adriana :)

Samstag konnten wir nochmal arbeiten und zur Abwechslung hat es dann mal wieder geregnet. :D Abends ging es wie jeden Samstag wieder feiern mit Goon und Jägerbomben!

Unser Superheld :D

Gott sei Dank besserte sich das Wetter am Sonntag und wir haben uns gefreut, dass wir Montags wieder normal arbeiten können - zu früh gefreut. Montags morgens war der Chef der Company und der Manager dann da. Also alle immer Hut tragen, die Ärmel durften nicht ansatzweise hoch gezogen sein. Da hieß es direkt "Wenn ihr den Regeln der Company nicht folgt, könnt ihr hier auch keinen Job haben." Okkkkk. Da dieses Jahr der Ingwer in diesem Ausmaß das erste Mal gepflanzt wird geht auch viel schief. Für den Manager wurden wir quasi einfach als "Testobjekte" angesehen. Nicht mehr als Mensch. Er hat tausend verschiedene Möglichkeiten getestet an uns, wie man am schnellsten die Säcke mit Erde befüllt. Er hat das dann so 5 Minuten vor gemacht - dass wir das aber 8 Stunden am Tag machen und nicht 5 Minuten hat er dabei nicht beachtet. Selbst unsere Farmerin hat ihm irgendwann gesagt, dass er uns damit kaputt macht. Montag und Dienstag waren wir also wie Sklaven für den Manager. Es hieß immer nur "Säcke, Säcke!" und "Ihr seid zu langsam!". Unsere Farmerin hat nur gesagt, wir sollen es aushalten, er wäre nur ein paar Tage da. Also ließen wir es einfach so über uns ergehen. :D Mittwoch kam dann die Erlösung und er war nur zwischendurch kurz da. Wir arbeiteten viel schneller und besser ohne den Druck. Aber da auf der Farm ein Problem nach dem nächsten kommt hatten wir am Donnerstag ein weiteres Problem. Wir haben alle Säcke befüllt, die da waren und es müssen erst neue bestellt werden. Also - Freitag keine Arbeit. Das war aber in Ordnung, weil es viel zu heiß war. Aber so langsam geht die Farm dem Ende entgegen. Nächste Woche Mittwoch oder Donnerstag werden wir fertig sein. Ich hoffe für unsere Farmerin, dass bis dahin alles gut läuft. Die muss nervlich komplett am Ende sein. Ihr nächster Urlaub soll nach Deutschland gehen - ich habe ihr einen kleinen Urlaubsplan mit einigen Tipps erstellt. :)

Säcke weit und breit Team Ginger :D

Freitagmorgen ging dann nachts der Wecker und wir machten uns um 4 Uhr morgens auf dem Weg zum Strand für den Sonnenaufgang. Sonnenaufgänge sind einfach so viel schöner als Sonnenuntergänge. Seht selber:



Nach dem Sonnenaufgang ging es dann zum Pool die Sonne genießen :) Mal sehen wo es mich als nächstes hinzieht, wenn meine Arbeit hier getan ist :)

19Oktober
2017

Rum, Goon und Bier - das bleibt mir hier :D

Tur Abwechslung hat es hier in Bundaberg mal wieder geregnet. 5 Tage, ohne Pause.
Freitags sind wir noch normal arbeiten gegangen und unsere Farmerin hat uns erzählt, dass jetzt doch 60.000 Säcke mit Erde gefüllt werden müssen :D ich warte eigentlich nur noch auf den Tag an dem ich von diesen Säcken mit Erde träume 😂 um die Arbeit zu beschleunigen gibt es eine neue Maschine, die wir getestet haben :D ob das alles so funktioniert kann ich noch nicht so ganz einschätzen.
Freitags erreichte mich mein erstes Paket aus Deutschland. Ich war so glücklich - DEUTSCHES BROT. Ich vermisse es so sehr!

Best day ever

Samstags war hier das "Bundaberg Rum Festival". Der Regen konnte uns nicht abhalten dort hin zu gehen. Zufuß waren es ja nur 50 Minuten :D Mit Regenjacke und Goon liefen wir also los. Der Goon machte die ganze Situation um einiges erträglicher und wir nahmen das Wetter mit Humor :D leicht angetrunken kamen wir beim Festival an und testeten verschiedene Rumsorten. Von weitem schoss uns gleich "German Sausage" in die Augen. 8$ für EINE Bratwurst. Wir entschieden uns dagegen und kauften uns dann doch lieber ein weiteres Rumgetränk für 7,50$ - logische Schlussfolgerung oder nicht? Am Ende spielte eine ziemlich coole Band und gefühlt nur noch Leute aus unserem Hostel waren da und feierten im Regen. Es wurden sogar Regencapes verschenkt. Da sagen die Backpacker natürlich nicht nein, wenn es was umsonst gibt :D
Am Abens ging es dann wie jeden Samstag in die gleichen zwei Diskotheken, die ich auch so langsam nicht mehr sehen kann. Aber wie ihr ja wisst - wenn jemand nach Party, Jägerbombs und Bier ruft bin ich ohne zu zögern dabei! (Auch wenn ich die ganze Woche gesagt habe, ich gehe nicht feiern 🤔😂) Man lebt nur einmal - was solls.


 
Da es durch den Regen nicht möglich war zu arbeiten, hatten wir Montag und Dienstag frei. Langeweile hat hier eine völlig neue Dimension angenommen. Bald drehe ich wirklich durch. 😂 Da es in Strömen geregnet hat konnte man ja nichtmal das Hostel verlassen. Und erneut kam ich mir vor wie in einem Gefängnis. Plötzlich ein Lichtblick - Dienstagabend standen wir auf dem Arbeitsplan. Es regnete zwar weiter in Strömen - aber scheiß egal, wir hatten Arbeit! Mittwoch morgens ging es dann auch tatsächlich los. Angekommen wurden wir von einem riesigen See vor der Halle begrüßt, in der wir arbeiten sollten. Wir sollten wieder Ingwer zerbrechen. Nach guten 3 Stunden waren wir damit nur leider schon fertig. Eigentlich sollte noch mehr Ingwer ankommen, aber da der Highway wegen dem Regen gesperrt wurde, konnte nichts mehr angeliefert werden. Also konnten wir wieder fahren. Wir haben es uns aber nicht nehmen lassen, in die "Pfütze" zu springen. :D


Mittwochabend waren wir dann ziemlich verwundert, als wir wieder alle auf dem Plan standen. Donnerstag morgen sind wir dann früh aufgestanden, haben uns fertig gemacht und dann kam der Mitarbeiter aus dem Hostel und schrie den Namen unserer Farm und "Day off". Ich wusste nicht, ob ich lachen oder heulen sollte 😂 also ging es wieder ins Bett und ein weiterer laaaaanger Tag stand uns bevor. Jetzt sitze ich hier und schreibe vor lauter langeweile diesen Blogeintrag.

11Oktober
2017

Letzte Hoffnung - Maschendrahtzaun

Um mal wieder einen Tag außerhalb der Stadt zu verbringen haben wir uns einen Nationalpark in der Nähe gesucht zu dem wir am Samstag gefahren sind. Wie zu erwarten - wenn wir reisen läuft nichts so reibungslos. 😂
Mit drei Autos machten wir uns auf den Weg. Auf dem Weg dort hin verdunkelte sich der Himmel und die ersten Tropfen kamen vom Himmel. Aber Regen kann uns seit der letzten Tour eh nicht mehr schocken. Laut Internet erwartet uns ein Nationalpark mit Rock Pools und einem Wasserfall. Bis dahin musste man ca. 1,5 km laufen. Alles cool, alles kein Problem - dachten wir. Wir liefen los. Alles matschig und nass. Und irgendwann bergauf, bergab. Aus Erde wurde dann nach und nach Erde mit Kieselsteinen, Erde mit kleineren Steinen, nur noch Steine und dann Felsen. Nasse, rutschige Felsen. Aber zurück gehen? Nein, das machte keinen Sinn. Wir wunderten uns, wieso uns mittags schon so viele Leute begegneten, die aber alle den Nationalpark wieder verlassen haben. Als wir ankamen suchten wir den Wasserfall - keiner vorhanden. Die Leute gingen alle, als wir ankamen. Wir kletterten bis zum höchsten Punkt an der Stelle und der Blick auf die natürlichen Pools war echt schön. Nun standen wir da alle und es fing mehr an zu regnen. Aber da gewesen zu sein ohne schwimmem zu gehen wollten wir auch nicht. Nass waren wir ja sowieso schon. Also Klamotten aus und rein ins Vergnügen. Trotz immer stärkerem Regen hatten wir erstaunlich viel Spaß. Wir rutschten von einem Pool in den nächsten (während ich mich so ca. 5 Mal auf die Schnauze gelegt habe.. :D) und sprangen von Felsen ins Wasser.


Als es immer mehr regnete wurde es dann doch irgendwann kalt und wir beschlossen zurück zu den Autos zu laufen. Wir klitschnass, unsere Handtücher klitschnass und die Rucksäcke sowieso. Also wanderten wir zurück zu den Autos und es wurde immer rutschiger und der ein oder andere legte sich wieder auf die Schnauze. Wir waren so froh, als wir endlich wieder am Parkplatz waren. Zu früh gefreut 😂 Die einen konnten ihr Auto erst nicht aufschließen. Haben es aber geschafft die Fahrer- und Beifahrertür zu öffnen. Die nächsten suchten wie verrückt nach ihrem Autoschlüssel. Er war unauffindbar, bis sich einer daran erinnert hat den Schlüssel über einen Ast gehangen hat, als wir schwimmen gegangen sind. Zu dem Zeitpunkt dachten wir, das wäre unser größtes Problem. Er lief zurück um den Schlüssel zu suchen. In der Zeit haben wir alles gepackt und sollten mit den anderen Mädels und ihrem Auto schon losfahren, weil es hier so früh dunkel wird. Wir starteten unser Auto, die anderen sollten hinter uns her fahren. Als wir guckten, wieso sich deren Auto nicht bewegt, kam nur ein leerer Blick mit den Worten "es springt nicht an!" Licht angelassen - bye bye Batterie! 😂 Natürlich hatte auch niemand etwas in seinem Auto um es zu überbrücken. Auf einem anderen Parkplatz waren noch 3 andere Autos - unsere einzige Hoffnung. Ein Auto kam angefahren, konnte uns nicht helfen. Das nächste auch nicht - ein Auto würde noch kommen. Die Verzweiflung stand uns ins Gesicht geschrieben, gelacht haben wir trotzdem. Ich habe mir schon ausgemalt wie wir mitten im Nichts campen :D Der Australier aus dem letzten Auto versuchte wirklich uns zu helfen. Er hat sogar seine eigene Batterie aus seinem Auto ausgebaut. Nichts funktionierte. Dann versuchte er das Auto abzuschleppen und es so in den Gang zu bekommen - hoffnunglos. Mitlerweile standen wir da 1,5 Stunden und bald würde es dunkel werden. In der Zwischenzeit wurde wenigstens der Schlüssel vom anderen Auto gefunden. Jetzt standen wir da mit unseren drei Autos, keine Stadt in der Nähe, kein Plan was wir tun können. Gott sei Dank hatten wir die Jungs dabei. Der eine holte Maschendrahtzaun und sammelte ein paar Stöckchen auf um es damit zu überbrücken. Wir Mädels hatten absolut keine Ahnung, was er da tut, aber fast alle waren mit eingebunden. Nach ein paar Versuchen hat es tatsächlich funktioniert - das Auto lief wieder. MIT MASCHENDRAHTZAUN UND STÖCKERN. Also falls unser Auto mal abkackt, weiß ich jetzt was zutun ist! :D

Zuschauer gab es auch..


Bevor es Dunkel wurde konnten wir Gott sei Dank noch aus dem Nationalpark rausfahren. Auf jeden Fall ein aufregender Tag mit unvorhersehbaren Geschehnissen. 

Mal sehen was uns auf der nächsten Tour passiert 😂

04Oktober
2017

Es regnet, es regnet, die Erde wird nass

Sich aufs Wochenende (bzw. auf den Samstag) zu freuen hat sich gelohnt - beachparty war angesagt 😍 der großteil der Leute aus dem Hostel machte sich mit ein paar Getränken auf dem Weg zum Strand. Dort genossen wir zusammen die Zeit bis zum Sonnenuntergang und sind abends wieder alle zusammen feiern gewesen :)



Am Sonntag sind wir dann wiedermal verzweifelt vor langeweile. Wir haben Schweinchen in der Mitte gespielt und uns Mensch Ärgere dich nicht gebastelt, damit wir IRGENDWAS zutun hatten :D



Wir waren froh Montag wieder arbeiten zu können. Und dann sind wir morgens auf der Farm angekommen und wurden direkt von einem RIESIGEN Berg voll Erde begrüßt - da war die Motivation direkt wieder dahin. Aber in solchen Situationen sagten wir uns laut immer und immer wieder "$22,86" - unser Stundenlohn 😂 unsere Farmerin verdeutlichte uns dann noch wie viele Säcke wir noch mit Erde befüllen mussten - 36.000 waren es nur noch :D wir haben versucht mal durchzurechnen wir lange es dauern würde all diese Säcke zu befüllen. Wir schätzen noch ca. 15 Arbeitstage. Und dann noch ca. 39.000 Säcke mit Ingwer bepflanzen. Unsere Farmerin bestätigte unsere Berechnungen und meinte auf der Farm gibt es mindestens bis Ende Oktober noch Arbeit. Wenn wird da bleiben können - gut für uns :)



Um den Arbeitstag etwas 'sinnvoller' zu gestalten wurden beim befüllen der Säcke aus den Säcken ein Badezimmer gebaut mit einer Dusche, ein Whirlpool, eine Toilette etc. oder ein Spaceship 😂 - ja, man verblödet immer mehr. In der Mittagspause wurde ab und zu ein kleines Schläfchen gehalten um danach wieder -voll motiviert- an die Arbeit zu gehen. Um es mit der Hitze auszuhalten wurden wir mitlerweile sogar von unserer Farmerin mit dem Wasserschlauch nass gemacht :D

Spaceship Mittagsschlaf Besuch auf der Farm

Und wie jede Woche warteten wir wieder sehnsüchtig auf den Samstag - der Lichtblick am Ende der Woche! Es ging wieder an den Strand :) Da lässt es sich ziemlich gut aushalten. Wir haben Volleyball gespielt und Flunkyball - man habe ich dieses Spiel vermisst 😍 Wir waren natürlich, wie nicht anders zu erwarten, immer im Gewinnerteam. Die meiste Zeit beschäftigten wir uns am Strand aber eigentlich damit wilde Fotos zu machen. Ich glaube wir vier Mädels sind nicht so die typischen Frauen. Anstatt am Strand rumzuliegen und uns zu bräunen spielen wir lieber Ballspiele, schmeißen uns gegenseitig ins Wasser, spielen Trinkspiele und spritzen uns mit Wasserpistolen ab. Aber naja ihr wisst ja, dass ich keine 5 Minuten still sitzen kann :D.

FLUNKYBALL Girls

Da am Montag, der 2. Oktober hier ein Feiertag ist und wir keine Arbeit hatten, wollten wir den Sonntag sinnvoll nutzen und mal raus aus dem Hostel. Wir vier Mädels wollten eine Nacht campen in Seventeen Seventy/Agnes beach. Nach und nach haben sich immer mehr angeschlossen und wir waren letztendlich 14 Leute. Wir stellten uns das alles so cool vor. :D Wir (vier deutschen) haben geplant Sonntags um 9:30 Uhr einkaufen zu gehen und danach direkt loszufahren. Da haben wir deutschen aber nicht an die Italiener gedacht. Pünktlich wie die Maurer standen wir -natürlich- um 9:30 Uhr bereit zum einkaufen. Einige sind um diese Uhrzeit nichtmal wach gewesen. Ich muss sagen, ein wenig verwirrend war die Nacht aber auch. In der Nacht war Zeitumstellung - wie wir aber dann feststellten nicht überall in Australien. Da gibt es schon drei Zeitzonen in Australien und dann können die sich nichtmal bei der Zeitumstellung einigen. Hier in Queensland zum Beispiel wird die Zeit nicht umgestellt. In New South Wales allerdings schon. Jeder Staat regelt das hier für sich. Wir haben jetzt also beispielsweise hier in Bundaberg, Queensland eine andere Uhrzeit als in Sydney, New South Wales. Die Australia soll mal einer verstehen. Naja - zurück zum Campingwochenende. Nachdem sich dann um 10:30 Uhr alle so langsam zusammen gefunden haben ging es einkaufen mit 14 Leuten, 4 Nationalitäten.. das einzige was ich dazu sage: NIE WIEDER 😂.
Um 12 Uhr waren wir dann endlich bereit um zu fahren. Um ca 14:00 Uhr sind wir vier Mädels mit unseren zwei Autos in Seventeen Seventy angekommen und warteten auf die anderen. Und warteten und warteten. Um dann zu erfahren - eins von drei Autos ist kaputt gegangen. Sie würden später kommen: "später" - jeder definiert es anders. Um die Zeit nicht zu verschwenden machten wir uns auf den Weg zu einer Aussichtsplattform. Es war wirklich schön, doch leider war es bevölkt und ziemlich windig.



Als es dann spät Nachmittag wurde suchten wir uns einen Campingplatz in Agnes Beach - das war ca. 10 Minuten entfernt. Wir haben gott sei dank noch einen Platz bekommen und schickten den anderen den Standort. Nachdem wir unsere Autos umgebaut hatten zum schlafen sind die restlichen Leute eingetroffen. Es waren nur noch zwei Autos und aus dem Van (eigentlich ein dreisitzer) kamen dann fünf Leute raus - das andere Auto wurde abgeschleppt :D eigentlich konnte dieser Tag nicht schlimmer werden. Aber wenigstens gab es genug Schlafplätze für alle.



Da wir nur gefrühstückt haben war der Hunger um 18 Uhr dann ziemlich groß. Aber bis die Italiener dann wieder in dir Puschen kamen war es 21 Uhr bis wir endlich essen konnten - es war stockdunkel mitten in einem gruseligen Park - keine Lichter, nur wir. Pia, Luisa und ich wagten uns noch im Dunkeln Richtung Strand zu gehen durch ein Waldstück - wir sind gescheitert und bevor wir uns fast verlaufen hätten, gingen wir lieber zum Camp zurück. WIr wollten zum Sonnenaufgang ja zum Strand. Alle gingen ziemlich schnell schlafen, weil wir ziemlich kaputt von Tag waren. Also rein ins kuschelige Auto. Für ca. 3 Stunden - dann fing es fürchterlich an zu Schütten, zu donnern und zu blitzen. Aber wie sagt man so schön - am sichersten seid ihr im Auto. Adriana und ich fühlten uns da mitten im Wald aber trotzdem nicht so sicher. Es regnete bis zum Morgen, regnete weiter und weiter. 10 Minuten lang regnete es nur wenig und wir nutzen die Zeit um unsere Autos fahrbereit zu machen, als es wieder Anfing aus Eimern zu schütten. Adriana und ich haben dann erstmal ein netten Nutellafrühstück im Auto genossen bis wir uns entschieden haben zurück zum Hostel zu fahren. Die Rückfahrt war alles andere als entspannt. Nirgends konnte das Wasser abfließen und wir sind quasi in einem Fluss gefahren - ich denke mit einem Boat wäre es einfacher gewesen 😂 wir waren froh als wir wieder im Hostel ankamen - klitschnass natürlich. Und jeder der uns anguckte lachte uns nur aus. Verständlich so wie wir aussahen! Wir können froh sein, so früh angekommen zu sein. Nachmittags wollten wir noch einkaufen - bis zum Einkaufszentrum haben wir es geschafft, leider nicht weiter. Es wurde geschlossen, weil die Straßen aufgrund der Wassermengen gesperrt wurden. Also man konnte es mitlerweile eher Flüsse als Straßen nennen. Die Tiefgarage des Einkaufszentrums stand ebenfalls komplett unter Wasser. Also wurden alle Essensreste zusammen gekratzt um ein Abendessen zu kreieren :D

Tiefgarage

Wir hatten es fast vermutet - aufgrund des Regens haben die meisten Farmen geschlossen, weil alles durchgeweicht war. Das hieß für uns - einen weiteren Tag langweilen. Wie sollten wir das überstehen. Wir saßen den ganzen Tag auf dem Sofa - egal in welches Gesicht ich schaute - überall nur Leere. Wir werden noch verrückt bzw. wir sind es längst.

Ich hoffe Veolia will mich trotzdem nächstes Jahr noch zurück, auch wenn ich noch verrückter geworden bin, als ich es eh schon war. :D Ich denke auch immer ganz brav an euch, wenn ich am Strand liege :)

Veolia am Elliott beach

21Sept
2017

Und wenn sie nicht gestorben wären, dann schüppten sie noch heute..

..kleiner Spaß am Rande. Ich lebe natürlich noch :)
Die Arbeit auf der Ingwerfarm ging weiter. Es kam schlimmer.. so langsam wird es hier wärmer und eines morgens kommen wir zur Farm und dort stand schon ein riesen LKW vollbeladen mit Erde für uns bereit. Wir mussten neue Plastiksäcke mit Erde befüllen. Wir dachten an die Zahl zurück, die unsere Chefin gesagt hatte - 43.000!! Wir fingen an zu schüppen. Und wir schüppten und wir schüppten und wir schüppten. In der prallen Sonne, mit langen Klamotten - es gibt wirklich schöneres. Gott sei Dank haben wir Glück mit unserer Farm. Unsere Chefin hat immer gesagt, wir können Pausen machen und sollen genug trinken. Andere Farmer sind da strenger. Zwischendurch mussten wir noch etwas Ingwer zerbrechen und unsere Chefin kam mit Zuckerrohr an. Hier in Bundaberg ist einer der größten Regionen Australiens in der Zucker angebaut wird. Wir sollten von dem Zuckerrohr abbeißen. Ich bin immer noch nicht sicher, wie ich den Geschmack beschreiben soll :D

Sugar cane TEAM GINGER

Nachdem die Säcke gefüllt waren mussten wir sie wieder in die Gewächshäuser schleppen. So 6.000 Säcke haben wir bisher gefüllt und geschleppt. Der nächste Schritt war es, den neuen Ingwer einzupflanzen. ENDLICH ENTSPANNTES ARBEITEN. Dafür musste in jeden Sack erst Dünger geschüttet werden, die Erde durchgemixt werden, dann kleine Löcher gegraben werden und dann wurde der Ingwer reingelegt und mit flüssigem Dünger überschüttet und eingebuddelt. Die Arbeit war leider viel zu schnell erledigt :D



Da die Farm sich erweitert muss ein neues Gewächshaus gebaut werden. Ein paar Leute waren damit die ganze Zeit beschäftigt und wir sollten dann da helfen. Das Gewächshaus hat ungefähr die Maße eines Fußballfeldes. Ab diesen Zeitpunkt machte die Angabe mit 43.000 neuen Säcken plötzlich einen Sinn.. :D wir spannten Netze und legten einen Teil des Gewächshauses mit Paletten aus. Gefühlt wurde es immer unerträglich heißer von Tag zu Tag und wir waren froh, wenn die Wassersprenger uns mal getroffen haben. :D
Da passen einige Säcke hin.. Kriegsbemalung :D

Das letzte Wochenende haben wir wieder am Strand verbracht und die Sonne genossen :)

Beachday

Mitlerweile hat man sich auch ans Hostel gewöhnt. Die Ansprüche sind nun schon im Keller. :D Aber hier merke ich, wie viel es ausmacht, tolle Leute um sich zu haben. Die Gemeinschaft ist super und irgendwie ist alles wie eine große Familie :) es wird auf jeden Fall nie langweilig hier. Gegen die Langeweile am Abend oder Sonntags fällt uns eigentlich immer irgendein Blödsinn ein. Die Langeweile hat uns schon so weit gebracht, dass wir im Hostel verstecken gespielt haben. :D und seit heute sind wir stolze Besitzer eines Balles und Wasserpistolen!

Bereit fürs Wochenende :)


Ich freue mich jetzt schon aufs Wochenende am Strand! :)

10Sept
2017

Verblödet bei der Arbeit

... ich habe mich dazu entschieden, einfach irgendwann spontan zu gehen. Ich traue dem Hostel einfach nicht!
Diese Woche hatten wir erstaunlich viel Spaß bei der Arbeit. Naja - danach auch :D wir sind uns momentan nicht so sicher, ob wir vier uns so gut tun - alle sagen nur noch, wir wären "crazy". Und so langsam glauben wir es auch. Wir sind mitlerweile zu viert auf einem 8er Zimmer und sind ununterbrochen am lachen. Jeder der unser Zimmer betritt wird mit einem Willkommenslied begrüßt - selbst unsere anderen Zimmergenossen singen mitlerweile mit.
Selbst früh morgens haben wir einiges zu lachen, vor allem an dem einen Morgen.. Wir schlafen auf Hochbetten. Ich schlafe oben, mein Travelmate unten. Ich wollte gerade auf die Leiter steigen von oben und sehe nur so ein Bein aus dem Bett unter mir raushängen. Plötzlich zieht sie es wieder rein und zwei Sekunden später rollt ihr ganzer Körper vom Bett auf den Boden 😂 Sie ist einfach aus dem Bett gefallen und wir haben so geweint vor lachen. 


Auf der Arbeit waren wir gefühlt auch die einzigen, die immer Spaß haben. Da unsere Arbeit so unbeschreiblich stumpf war haben wir angefangen "ich sehe was, was du nicht siehst" zu spielen. Oder schauten uns den Ingwer an und versuchten zu erkennen, was der Ingwer darstellen könnte. Wir hatten wirklich das Gefühl langsam völlig zu verblöden. Hier ist uns erstmal aufgefallen wie viele englische Wörter oder Sätze wir in der deutschen Sprache benutzen. Wenn wir was sagen wollten mussten wir immer überlegen, bevor wir etwas ausgesprochen haben. Wie ihr wisst, liegt mir das nicht so gut. Ich spreche meist bevor ich denke :D Anstatt "Oh mein Gott" sagen wir jetzt meist "Oh mein Mann im Himmel" und ähnliches, wenn andere Leute das nicht verstehen sollen 😂
Diese Woche sind wir fertig gewesen, den Ingwer zu säubern, zu schleppen, zu säubern, zu schleppen. Wir freuten uns darauf endlich was anderes zu machen - zu früh gefreut. Ich hätte nie gedacht, dass es noch stumpfer werden könnte. Der Ingwer musste zerrupft werden, damit man ihn wieder einpflanzen konnte für die nächste Ingwerernte. Also zerrupften wir und zerrupften und zerrupften - den ganzen lieben langen Tag. Wir sind fast wahnsinnig geworden. NOCH VERRÜCKTER. Dann erzählte unser Boss uns, wir müssten 43.000 neue Säcke bepflanzen. 43.000????? Ob das wirklich ihr ernst war, wissen wir immer noch nicht so recht.


Am Freitag abend hatten wir mal etwas Zeit uns mit unseren Zimmergenossen zu unterhalten. Und wir hatten wieder den Spaß unseres Lebens. Wir haben eine Japanerin auf unserem Zimmer "Pon". Sie lernt seit 3 Monaten erst Englisch und will aber gerne mehr lernen. Ich habe in meinem Leben noch nie so einen witzigen Menschen gesehen. Leider kann ich keine Videos hochladen, dann hättet ihr auch einiges zu lachen :D Wusstet ihr, dass viele Japaner nicht mit einem Messer schmieren können?😂 Wir mussten ihr zeigen wie das geht.

Pon

Am Samstag haben wir uns erstmal ein BBQ am Strand gegönnt und einfach mal gefaulenzt und uns für den Abend ausgeruht - es ging endlich mal wieder feiern 😍



Da im Hostel Alkoholverbot ist und man aber auch nicht draußen irgendwo trinken darf, haben wir einfach im Zimmer auf dem Boden vorgetrunken mit dem günstigsten Goon, den wir finden konnten. 5l für 13$. Wir haben Trinkspiele gespielt und Wahrheit oder Pflicht. Ich fühlte mich als wäre ich wieder 15 :D



Das Hostel ist zwar echt kacke, aber die Leute sind einfach super :)
In diesen drei Mädels habe ich glaube ich Freunde fürs Leben gefunden :)

04Sept
2017

Hinter Gittern - der Backpackerknast

Wo fange ich nur an?


Wir kamen im Hostel an und es arbeiteten nur Asiaten/Chinesen/Japaner/Koreaner hier, die der englischen Sprache nicht wirklich mächtig waren. Wir haben Zettel bekommen, sollten die ausfüllen und hatten einen kleinen Rundgang und dann wurde uns das Zimmer gezeigt. Wir waren gott sei dank die ersten im 6-Bett-Zimmer und konnten uns das Bett aussuchen und alles war ordentlich. Die Frau von der Rezeption legt uns jeweils soetwas wie ein Bettlaken hin. Wir fragten dann, ob es noch sowas wie eine Decke und ein Kissen gibt. Darauf bekamen wir nur ein kaltes "help yourself" und sie verließ den Raum! Das war der Moment an dem die Ansprüche weiter sanken. Mit Decke und Kissen darf wohl auch nicht mehr gerechnet werden 😂 Gott sei Dank hatten wir unsere Schlafsäcke und Kissen im Auto und konnten uns schnell aushelfen. Das Hostel kam uns vor wie eine Psychatrie oder ein Gefängnis. Von außen Gitter vor den Fenstern, im Inneren alles weiß und silber. Leider nicht steril - eher dreckig 😂 Außen ist das Hostel von Containerwänden umrandet - fehlt eigentlich nur noch Stacheldrahtzaun.


Nungut, wir saßen nun da und hatten keine Ahnung wann, wo oder wie es den Tag darauf los ging. Bei Facebook stellt das Hostel jeden Abend für den Tag darauf ein Arbeitsplan rein. Meist leider erst nach 21 Uhr. Also mit früh schlafen ist hier nicht. Leider wurden wir auf zwei verschiedene Farmen aufgeteilt. Aber hey - wir haben Arbeit!
Mein erster Tag fing um 06:20 Uhr an. Wach wird man aber meist so ab 04:30 Uhr, wenn die ersten Wecker klingeln und andere Leute aufstehen. Ich arbeitete Donnerstags und Freitags auf einer Ingwerfarm. Der Farmer war lustigerweise Deutscher und die Arbeit ging auch klar. Lustigerweise haben wir auch hier zwei Mädels wieder getroffen, die wir in Sydney kennen gelernt haben :) Wir waren eigentlich nur damit beschäftigt, Säcke mit Ingwer und Erde durch die Gegend zu schleppen und dann die Erde vom Ingwer zu entfernen. Mir soll nochmal einer erzählen, ein Bürojob wäre eintönig. NEIN, ein Bürojob ist super! Das war eintönig, aber es war ok. Nicht zu anstrengend für den Körper und die Bezahlung war ganz gut. Also schleppte ich, säuberte ich, schleppte ich, säuberte ich. Ich denke wie es weiter ging, könnt ihr euch vorstellen :D Zwischendurch schaute uns mal ein Känguru bei der Arbeit zu - das war auch das spannendste am Tag.

Mein Arbeitsplatz TEAM GINGER 😂


Abends fällt man dann ziemlich kaputt ins Bett, muss aber ja leider immer wieder warten, bis der Arbeitsplan online ist. Im Zimmer wurden schnell alle Betten belegt und dementsprechend sah das Zimmer aus, wenn 6 Leute auf ca. 14 Quadratmetern leben.


Am Wochenende hatten wir frei und keinen blassen Schimmer, was wir mit unserer Zeit anstellen sollten. Wir lagen im Bett rum, liefen sinnlos durch die Gegend. Mehr haben wir eigentlich nicht geschafft. Obwohl wir haben uns einen Kochplan geschrieben, weil wir die Schnauze voll hatten von Toast. Als wir Sonntags dann in die Küche kamen, ist uns die Lust zum kochen schnell wieder vergangen:

Keine Worte..

Ein Joghurt, unsere Geschirrhandtuch und unsere Pfanne wurden auch schon geklaut. Nicht der Beste Ort um hier lange zu bleiben denke ich :D Diese working hostels sind einfach Abzocker. Nachdem ich jetzt in zwei hostels dieser Art war kann ich das glaube ich behaupten :D Man muss eine Woche im voraus das Hostel bezahlen  (210$!!), 100$ Kaution abdrücken. Die Kaution bekommt man nur zurück, wenn man ZWEI Wochen eher Bescheid sagt, dass man das Hostel verlassen will. Ich bin mir nicht sicher, was schlauer ist: Bescheid sagen, dass man gehen will und seine 100$ wieder bekommt - aber dann bestimmt riskiert 2 Wochen keine Arbeit zu bekommen. Oder einfach auf die 100$ zu scheißen, noch zu arbeiten und das Hostel spontan zu verlassen. Ich bin noch nicht sicher, wie ich mich entscheiden werde..

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