Laura goes Australia

Laura am anderen Ende der Welt

 
10Sept
2017

Verblödet bei der Arbeit

... ich habe mich dazu entschieden, einfach irgendwann spontan zu gehen. Ich traue dem Hostel einfach nicht!
Diese Woche hatten wir erstaunlich viel Spaß bei der Arbeit. Naja - danach auch :D wir sind uns momentan nicht so sicher, ob wir vier uns so gut tun - alle sagen nur noch, wir wären "crazy". Und so langsam glauben wir es auch. Wir sind mitlerweile zu viert auf einem 8er Zimmer und sind ununterbrochen am lachen. Jeder der unser Zimmer betritt wird mit einem Willkommenslied begrüßt - selbst unsere anderen Zimmergenossen singen mitlerweile mit.
Selbst früh morgens haben wir einiges zu lachen, vor allem an dem einen Morgen.. Wir schlafen auf Hochbetten. Ich schlafe oben, mein Travelmate unten. Ich wollte gerade auf die Leiter steigen von oben und sehe nur so ein Bein aus dem Bett unter mir raushängen. Plötzlich zieht sie es wieder rein und zwei Sekunden später rollt ihr ganzer Körper vom Bett auf den Boden 😂 Sie ist einfach aus dem Bett gefallen und wir haben so geweint vor lachen. 


Auf der Arbeit waren wir gefühlt auch die einzigen, die immer Spaß haben. Da unsere Arbeit so unbeschreiblich stumpf war haben wir angefangen "ich sehe was, was du nicht siehst" zu spielen. Oder schauten uns den Ingwer an und versuchten zu erkennen, was der Ingwer darstellen könnte. Wir hatten wirklich das Gefühl langsam völlig zu verblöden. Hier ist uns erstmal aufgefallen wie viele englische Wörter oder Sätze wir in der deutschen Sprache benutzen. Wenn wir was sagen wollten mussten wir immer überlegen, bevor wir etwas ausgesprochen haben. Wie ihr wisst, liegt mir das nicht so gut. Ich spreche meist bevor ich denke :D Anstatt "Oh mein Gott" sagen wir jetzt meist "Oh mein Mann im Himmel" und ähnliches, wenn andere Leute das nicht verstehen sollen 😂
Diese Woche sind wir fertig gewesen, den Ingwer zu säubern, zu schleppen, zu säubern, zu schleppen. Wir freuten uns darauf endlich was anderes zu machen - zu früh gefreut. Ich hätte nie gedacht, dass es noch stumpfer werden könnte. Der Ingwer musste zerrupft werden, damit man ihn wieder einpflanzen konnte für die nächste Ingwerernte. Also zerrupften wir und zerrupften und zerrupften - den ganzen lieben langen Tag. Wir sind fast wahnsinnig geworden. NOCH VERRÜCKTER. Dann erzählte unser Boss uns, wir müssten 43.000 neue Säcke bepflanzen. 43.000????? Ob das wirklich ihr ernst war, wissen wir immer noch nicht so recht.


Am Freitag abend hatten wir mal etwas Zeit uns mit unseren Zimmergenossen zu unterhalten. Und wir hatten wieder den Spaß unseres Lebens. Wir haben eine Japanerin auf unserem Zimmer "Pon". Sie lernt seit 3 Monaten erst Englisch und will aber gerne mehr lernen. Ich habe in meinem Leben noch nie so einen witzigen Menschen gesehen. Leider kann ich keine Videos hochladen, dann hättet ihr auch einiges zu lachen :D Wusstet ihr, dass viele Japaner nicht mit einem Messer schmieren können?😂 Wir mussten ihr zeigen wie das geht.

Pon

Am Samstag haben wir uns erstmal ein BBQ am Strand gegönnt und einfach mal gefaulenzt und uns für den Abend ausgeruht - es ging endlich mal wieder feiern 😍



Da im Hostel Alkoholverbot ist und man aber auch nicht draußen irgendwo trinken darf, haben wir einfach im Zimmer auf dem Boden vorgetrunken mit dem günstigsten Goon, den wir finden konnten. 5l für 13$. Wir haben Trinkspiele gespielt und Wahrheit oder Pflicht. Ich fühlte mich als wäre ich wieder 15 :D



Das Hostel ist zwar echt kacke, aber die Leute sind einfach super :)
In diesen drei Mädels habe ich glaube ich Freunde fürs Leben gefunden :)

04Sept
2017

Hinter Gittern - der Backpackerknast

Wo fange ich nur an?


Wir kamen im Hostel an und es arbeiteten nur Asiaten/Chinesen/Japaner/Koreaner hier, die der englischen Sprache nicht wirklich mächtig waren. Wir haben Zettel bekommen, sollten die ausfüllen und hatten einen kleinen Rundgang und dann wurde uns das Zimmer gezeigt. Wir waren gott sei dank die ersten im 6-Bett-Zimmer und konnten uns das Bett aussuchen und alles war ordentlich. Die Frau von der Rezeption legt uns jeweils soetwas wie ein Bettlaken hin. Wir fragten dann, ob es noch sowas wie eine Decke und ein Kissen gibt. Darauf bekamen wir nur ein kaltes "help yourself" und sie verließ den Raum! Das war der Moment an dem die Ansprüche weiter sanken. Mit Decke und Kissen darf wohl auch nicht mehr gerechnet werden 😂 Gott sei Dank hatten wir unsere Schlafsäcke und Kissen im Auto und konnten uns schnell aushelfen. Das Hostel kam uns vor wie eine Psychatrie oder ein Gefängnis. Von außen Gitter vor den Fenstern, im Inneren alles weiß und silber. Leider nicht steril - eher dreckig 😂 Außen ist das Hostel von Containerwänden umrandet - fehlt eigentlich nur noch Stacheldrahtzaun.


Nungut, wir saßen nun da und hatten keine Ahnung wann, wo oder wie es den Tag darauf los ging. Bei Facebook stellt das Hostel jeden Abend für den Tag darauf ein Arbeitsplan rein. Meist leider erst nach 21 Uhr. Also mit früh schlafen ist hier nicht. Leider wurden wir auf zwei verschiedene Farmen aufgeteilt. Aber hey - wir haben Arbeit!
Mein erster Tag fing um 06:20 Uhr an. Wach wird man aber meist so ab 04:30 Uhr, wenn die ersten Wecker klingeln und andere Leute aufstehen. Ich arbeitete Donnerstags und Freitags auf einer Ingwerfarm. Der Farmer war lustigerweise Deutscher und die Arbeit ging auch klar. Lustigerweise haben wir auch hier zwei Mädels wieder getroffen, die wir in Sydney kennen gelernt haben :) Wir waren eigentlich nur damit beschäftigt, Säcke mit Ingwer und Erde durch die Gegend zu schleppen und dann die Erde vom Ingwer zu entfernen. Mir soll nochmal einer erzählen, ein Bürojob wäre eintönig. NEIN, ein Bürojob ist super! Das war eintönig, aber es war ok. Nicht zu anstrengend für den Körper und die Bezahlung war ganz gut. Also schleppte ich, säuberte ich, schleppte ich, säuberte ich. Ich denke wie es weiter ging, könnt ihr euch vorstellen :D Zwischendurch schaute uns mal ein Känguru bei der Arbeit zu - das war auch das spannendste am Tag.

Mein Arbeitsplatz TEAM GINGER 😂


Abends fällt man dann ziemlich kaputt ins Bett, muss aber ja leider immer wieder warten, bis der Arbeitsplan online ist. Im Zimmer wurden schnell alle Betten belegt und dementsprechend sah das Zimmer aus, wenn 6 Leute auf ca. 14 Quadratmetern leben.


Am Wochenende hatten wir frei und keinen blassen Schimmer, was wir mit unserer Zeit anstellen sollten. Wir lagen im Bett rum, liefen sinnlos durch die Gegend. Mehr haben wir eigentlich nicht geschafft. Obwohl wir haben uns einen Kochplan geschrieben, weil wir die Schnauze voll hatten von Toast. Als wir Sonntags dann in die Küche kamen, ist uns die Lust zum kochen schnell wieder vergangen:

Keine Worte..

Ein Joghurt, unsere Geschirrhandtuch und unsere Pfanne wurden auch schon geklaut. Nicht der Beste Ort um hier lange zu bleiben denke ich :D Diese working hostels sind einfach Abzocker. Nachdem ich jetzt in zwei hostels dieser Art war kann ich das glaube ich behaupten :D Man muss eine Woche im voraus das Hostel bezahlen  (210$!!), 100$ Kaution abdrücken. Die Kaution bekommt man nur zurück, wenn man ZWEI Wochen eher Bescheid sagt, dass man das Hostel verlassen will. Ich bin mir nicht sicher, was schlauer ist: Bescheid sagen, dass man gehen will und seine 100$ wieder bekommt - aber dann bestimmt riskiert 2 Wochen keine Arbeit zu bekommen. Oder einfach auf die 100$ zu scheißen, noch zu arbeiten und das Hostel spontan zu verlassen. Ich bin noch nicht sicher, wie ich mich entscheiden werde..

30August
2017

Ablenkung im Paradies

Die Reise ging nach Airlie beach. Ein wunderschönes kleines Örtchen am Meer. Das brauchten wir auch mal wieder: Vitamin Sea 🏝 Wir kamen in einem total coolen Hostel an. Es war quasi wie ein kleines Dorf - überall kleine Hütten, Palmen. Wie ein kleines Paradies.

Das Hosteldorf 15.000 km weit weg


In diesem Hostel gab es auch mal wieder eine Wlan-Area. Nichts ahnend saßen wir da und treffen auf einmal zwei Mädels wieder mit denen wir in Sydney die erste Woche verbracht haben :D Die beiden sind die Ostküste Richtung Norden gereist und wir von Cairns Richtung Süden! Abends sind wir dann zusammen in eine Bar mit ziemlich guter Live-Musik gewesen :)
Am nächsten Morgen ging es dann wirklich an einen paradiesischen Ort - die Whitsundays mit dem Whitehaven beach. Einer der weißesten Sandstrände der Welt. 🏝 Auf dem Weg dort hin haben wir wieder Wale gesehen - einfach so beeindruckende Tiere 😍


Angekommen am Whitehaven beach war es wie im Prospekt. Glasklares türkisfarbenes Wasser und weißer Pudersand.


Danach ging es dann noch auf einen kleinen Berg mit einer Aussichtsplattform. Man konnte über die Whitsundays schauen. Einfach so schön 🏝😍

Im Sonnenuntergang kamen wir dann wieder am Hafen an 😍


Am Dienstag ging es dann wieder los wegen Jobsuche. Wir haben uns überlegt erstmal Richtung Süden zu fahren. Also sind wir gefahren und gefahren und gefahren. Wir hatten kein Ziel, keine Unterkunft. Als dann die Sonne langsam unter ging, haben wir uns überlegt im Auto zu schlafen. Da war sie - die erste Nacht im Auto. Kuschelig beschreibt es ganz gut :D


Heute morgen sind wir dann weiter gefahren. Erstmal planlos. Jetzt sind wir in 'bundaberg' wieder in einem Working Hostel gelandet. Und morgen gehts direkt los mit arbeiten. Gott sei Dank - vorerst wieder ein Job! :D
Nachdem wir mit dem Auto mitlerweile knapp 1.500 km gefahren sind, sind wir froh, dass Auto erstmal stehen lassen zu können. 🙈

1.500 km Strecke hinter mir gelassen :)

Mal sehen, wie das Hostel hier so wird. No risk - no fun :-)

26August
2017

Verzweifelte Tage in Ayr

Nun sind wir angekommen in dem Hostel, hatten ein Bett direkt neben Dusche, Toilette und Küche in einem 10-Bett-Zimmer :D



Wlan sollte 2$ pro Stunde kosten, also gingen wir lieber zu einem Hotspot und saßen da auf ner Bank direkt ab der Straße.



Viel mit schlafen war im Hostel nicht, weil die meisten morgens ab 5 Uhr nacheinander aufgestanden sind um zur Arbeit zu gehen - während wir auf Arbeit warteten bzw. danach suchten. Mit der Zeit schraubt man seine Ansprüche immer niedriger und man gibt sich mit weniger zufrieden. Im ersten Hostel in Sydney hatte ich Wlan auf dem Zimmer, habe mich aber darüber aufgeregt, dass es für eine Etage nur 4 Duschen gab. Im Surfcamp konnte man froh sein, wenn man überhaupt mal Netz hatte :D Im nächsten Hostel gab es nur noch Wlan in einem Raum - darüber hab ich mich aufgeregt. Und nur noch zwei Duschen für eine Etage. Da habe ich das erste Hostel vermisst. In Cairns im Hostel habe ich auch Wlan auf dem Zimmer vermisst, da gab es nur draußen Wlan. Und nur noch eine Dusche mit Toilette direkt drin. Also wenn man mal auf Toilette wollte musste man das früh genug einplanen 😂 Im nächsten Hostel in Cairns war es aber traumhaft. Wlan im Zimmer. Man wurde wieder verwöhnt. Musste jedoch auf einmal sein Bett selber beziehen :D Genauso im Hostel in Missionbeach. Und das Hostel jetzt.. man musste direkt am Anfang für eine Woche bezahlen. Und eine Art Kaution von 200$. Und überall standen Schilder, was alles verboten ist und wie man seine Kaution verliert. Kam mir vor wie in einer Jugendherberge 😂  Seht selbst.

Mehrfachsteckdosen verboten.. NO SHOES EVER!! ? BLOß NICHT ANFASSEN!

So richtig getraut haben wir dem Hostel eh nicht - die Frau an der Rezeption war eine Hexe! Die geht zum lachen auch in den Keller - wenn überhaupt. Nach drei Tagen suchten wir online weiter nach Jobs und haben einen Farmjob gefunden. In der Anzeige stand, dass sie Leute brauchten direkt auf einer Farm hier in Ayr. Ich schrieb direkt eine Bewerbung hin und bekam die Antwort "Wir suchen ab sofort bis Weihnachten. Für mehr Infornationen bitte anrufen 04xxxxxxx." Ich guckte mir die Nummer an - das war die Nummer von dem Hostel?! Zack, kam eine neue Mail: "Ich habe gerade gesehen, dass ihr bereits in unserem Hostel eingecheckt habt." Und wir fragten uns "wieso suchen die Online nach Leuten und wir sitzen hier gelangweilt im Hostel und warten verzweifelt auf Arbeit? Nachmittags gingen wir zu der Hexe und fragten ganz "dumm" nach wie es mit Arbeit aussieht. Wir würden auf der Warteliste stehen - jaja. Da wir uns nicht verarschen lassen, machten wir sie auf Ihre Mail aufmerksam, dass sie online nach Leuten sucht. Da musste sie sich erstmal rausreden und meinte, dafür wären wir hier - ahja. Am selbem Abend bekamen wir dann auf einmal den Anruf, wir könnten den nächsten Tag arbeiten. Mein travelmate sollte Chilli ernten, ich Getreide. Am nächsten Morgen ging es dann auf die Farm. Wir haben so 6 Stunden erwartet. Nach 10 Stunden konnte ich dann endlich zurück zum Hostel. Ich stand den ganzen Tag auf dem Feld und hab von den Körnern Dreck entfernt. Ich glaube ich habe in meinem Leben noch nie so viele Käfer und Raupen angefasst, wie an diesem Tag 😂 abends bin ich dann Tod ins Bett gefallen - am nächsten Tag ging es wieder ran. Diesmal waren es 11 Stunden. Morgens wurde ich direkt von einer Spinne begrüßt die so groß war wie meine Hand. Der Farmer lachte sich nur kaputt, sagte es sei 'nur' eine Huntsman (die, die nicht gefährlich sind, aber wenn sie beißen tut es trotzdem weh 😂). Anstatt sie WEIT WEIT weg von mir zu bringen. Hat er sie einfach auf eine Pflanze direkt neben mir abgesetzt. Ab dem Zeitpunkt achtete ich mehr darauf, dass die Spinne noch auf der Pflanze sitzt anstatt auf die Körner. Als ich mich zur Seite dreht und sie nicht mehr da war, war ich ziemlich beunruhigt 😂 aber ich lebe :) Freitags ging es nochmal einen letzten Tag aufs Feld. Da aber nur 6 1/2 Stunden und damit war der Job erledigt und das Feld leer.


Getreidefarm


Also hieß es wieder - hallo arbeitslosigkeit. Aber immerhin habe ich einiges verdient, da ich gott sei dank pro Stunde bezahlt wird. Jetzt nur hoffen, dass das Geld auch nächste Woche auf meinem Konto landet. 🤔😂 3 Tage bevor man das Hostel verlassen will muss man der Hexe Bescheid sagen - ansonsten verliert man seine Kaution - natürlich 😂. Heute haben wir uns dann beschäftigt, das Auto zu putzen, zu packen und einzukaufen.

Wir packen unser Auto und nehmen mit..

Morgen geht die Reise dann weiter :)

21August
2017

Da waren es nur noch 2...

... am 19.08. haben wir uns zu 3 dann auf den Weg nach Ravenswood gemacht - ins Outback. Dort wartete ein Job in einer Bar auf uns. Wir haben den Job über Facebook gefunden und raus bekommen, dass die Vermittlung über eine Agentur läuft. Da muss man immer Gebühren zahlen. 99$ wollten die von jedem haben, nur das die uns vermitteln. Daraufhin haben wir abgesagt. Kurze Zeit später kam die Nachricht, dass der Arbeitgeber für jeden die Gebühr bezahlt hat, weil die "verzweifelt" auf der Suche nach Mitarbeitern waren. Wir konnten nicht ganz deuten, wieso die so verzweifelt sind. Weil es da so schrecklich ist, dass dort keiner arbeiten will? Oder die einfach wirklich Hilfe brauchen? Richtig sicher waren wir uns bei der Sache nicht, aber wir wollten es wenigstens versuchen. Auf der Fahrt wusste ich nicht was mich mehr beunruhigen sollte - die zerplatzten Reifen am Straßenrand oder die überfahrenen Kängurus.🤤 Nach 5 1/2 Stunden Fahrt sind wir endlich angekommen - im NICHTS 😂

Als wir da waren fühlt es sich an, als hätten wir in den letzten 5 1/2 Stunden eine Zeitreise in ein völlig anderes Jahrhundert gemacht. Wir wurden jedoch herzlich von einer alten Dame namens Di (Dianne) begrüßt, die total glücklich war uns zu sehen. Sie war wirklich eine total nette, fürsorgliche alte Dame und hat uns herein gebeten und uns gesagt, wir sollen uns wie zu Hause fühlen. Wir könnten essen und trinken was wir wollten und umsonst in dem Hotel wohnen. Alles schön und gut - aber wohl gefühlt haben wir uns nicht. Sind dann aber erstmal eingezogen und haben uns gedacht, in ein paar Tagen wird das schon. Also bezogen wir unser Zimmer. Ein perfekter Raum um einen schlechten Horrorfilm zu drehen. An der Decke hing nur eine alte Glühbirne an einem Kabel herunter, von den Wänden und Decken löste sich die Tapete oder was auch immer das war. Die Betten waren sicher auch schon 300 Jahre alt. Man schlief quasi auf einem Gitter :D. Wir machten die Schublade auf und das einzige was drin war - eine Bibel. Sollte man beten, dass man hier überlebt?


Draußen standen zwei total verostete Autos - sahen echt cool aus. Wir wussten nur nicht so ganz, ob die da so cool als Deko stehen sollten oder das alte Autos von ehemaligen Backpackern war, die dort elendig verreckt sind 😂 ok - lassen wir die Horrorgeschichten.

Nachts ging dann auch gruseliger Weise der Feueralarm zwei Mal. Angeblich sei eine Spinne rein gekrammelt, die den immer wieder auslöst. :D Nachdem die erste Nacht dann aber überlebt war, haben wir so um 10 Uhr getroffen zum einarbeiten. Di war wie immer nett und hat immer versucht uns zu beruhigen. Sie fing an uns alles zu zeigen, hinter der Bar etc., eine Kasse von 1889 stand auch noch da. Waschen natürlich nur mit kalten Wasser :D Im der Jobanzeige stand: Bararbeit, 5-Tage-Woche, Wlan und man kann bleiben solange man will. Sie fragte uns wie lange wir bleiben wollen und wir wollten 3 Wochen bleiben. Sie nickte und faselte etwas von 4 Wochen. Das ließen wir erstmal kommentarlos so stehen. Als die ersten Leute reinkamen fingen wir gleich an, die Leute zu bedienen. Verstanden hat man die Leute nicht gut, aber wir kamen klar. Wir standen die meiste Zeit eher rum, als zu arbeiten. Eine von uns ging total auf in der Arbeit. Ein Travelmate und ich haben uns nur angeguckt und wir wussten - ok, wir wollen hier weg. Wir haben uns gesagt, wir suchen uns innerhalb einer Woche was neues. Wir fragten, wann es einen Arbeitsplan gibt und wie viele Tage wir arbeiten müssten. Arbeitsplan würde sie bald machen(obwohl wir dafür extra Samstags anreisen sollten?!) und FALLS wir mal einen Tag frei bräuchten könnten wir das sagen. Also 5-Tage-Woche hatte sich damit auch erledigt. Wir fragten nach Wlan, damit wir uns überhaupt einen neuen Job suchen konnten - davon hatten die erst recht keine Ahnung :D als Di dann immer mit Gästen gesprochen hat, hieß es immer, es wäre unser erster Arbeitstag und wir würden für die nächsten 4 - 6 Wochen hier bleiben? 4 - 6 Wochen? Seit wann denn das? 😂 Später sagte Di dann schon nur noch, wir würden 6 Wochen bleiben. Es wurde also immer seltsamer. 2 von uns haben sich dann überlegt, direkt mit Di zu sprechen und zu gehen, solange es noch hell ist. Wir hatten ein ziemlich schlechtes Gewissen, weil die Leute echt lieb und nett waren. Aber wir wollten nur weg. Eine von uns fühlte sich aber wohl und wollte bleiben. Also beichteten wir und sogar da blieben die total freundlich und meinten, es wäre nicht schlimm, das ist nicht für jeden etwas - "no worries". Wir packten unsere Sachen, mittlerweile war es 14 Uhr als uns dann einfiel - ok was ist der Plan? Wir fahren hier weg - und dann? 😂 wir suchten uns im Internet Hostels raus und stießen auf 3 Working Hostels. Working Hostels sind Hostels, die einen an Farmer vermitteln. Man bezahlt für die Unterkunft und wird immer zur Arbeit gefahren etc. Bei einem hatten wir Glück - wir sollten nur bis 18 Uhr da sein um noch einchecken zu können. Also beeilten wir uns mit packen, fragten nach der nächsten Tankstelle (angeblich nicht zu übersehen - seht gleich selber das Foto) und verabschiedeten uns von allen.
Jaja, Tanksäule ist nicht zu übersehen.


Der Weg war ziemlich spannend: nur Kiesweg, Kängurus, überall Rinder, ein Buschfeuer und kein Netz 😂 Wir waren froh, als wir wieder etwas Zivilisation gesehen haben.

Angekommen am Hostel wurde uns gesagt, innerhalb einer Woche würden wir Arbeit bekommen, weil hier jetzt die Saison los geht. Jetzt liegen wir planlos im Bett und hoffen, dass wir bald Arbeit haben! Mal sehen, wie es weiter geht :)

19August
2017

Autokauf und Mission beach :)

Am 17.07. war es soweit - Autokauf in Australien. Nachdem das Auto bei der Inspektion war, etwas repariert wurde und das Auto auf meinen Namen umgemeldet wurde konnte es endlich losgehen. Meine zwei Travelmates und ich konnten endlich weiter reisen. Also ging es abends um 17 Uhr los - Auto packen. Eine absolute Katastrophe. 3 Mädels, 3 Backpacks 😂 nach knapp 2 Stunden war es vollbracht und es ging los: neues Auto, linksverkehr, kein richtiges Navi und es wurde dunkel! Auf ziemlich einsamen und gruseligen Straßen und Kängurus auf der Fahrt haben wir es dann geschafft um 22 Uhr am Hostel in Mission Beach zu sein (was wir auf der Fahrt auch erst gebucht haben :D). Kaputt ging es dann ins Bett.


Am 18.08. haben wir spontan einen Ausflug zu einer einsamen Insel gemacht - Familyislands.😍 wir sind mit einem kleinen Wassertaxi zu einigen Inseln gefahren und an einer unbewohnten angehalten. Es war einfach traumhaft. Klares Wasser, weißer Sandstrand und überall Palmen :)

Paradies

16August
2017

Kuranda Rainforest und Great Barrier Reef 😍

Am 12. August ging mein Flug nach Cairns - in den tropischen Norden. Oh ja - tropisch. Voll bepackt kam ich mit meinen zwei Travelmates am Flughafen an, es war so warm und wir mussten uns überlegen wie wir zum Hostel kommen. Laufen war keine Option - viel zu bepackt. Also entschieden wir uns für ein Taxi. Das lief auch alles problemlos und wir ruhten uns erstmal aus.
Am Sonntag, 13. August ging es dann nach Kuranda - ein kleines einheimisches Dorf mit Regenwald und Wasserfällen. Nachdem wir 1 1/2 Stunden die Straßen rauf und runter gelaufen sind kamen wir an und es war wirklich beeindruckend und total schön 😍



Am 15. August wurde der nächste Traum wahr: Schnorcheln und Tauchen im Great Barrier reef 😍 Morgens früh ging es los und das erste Highlight uf dem Weg zum Riff: wir konnten Wale sehen - einfach beeindruckend! Dann gab es eine Einführung ins tauchen und es ging direkt los. Die Aufregung kam langsam. Aber alles ging so schnell - zack war man unter Wasser. Und es war einfach so schön und einzigartig. Eine der besten Erfahrungen die ich bisher in meinem Leben gemacht habe. Nachmittags ging es noch zu einem zweiten Tauchgang - länger und noch tiefer und man konnte es in Ruhe genießen. Unter Wasser bleibt die Welt irgendsie stehen 🙈 einfach keine Worte um das zu beschreiben!

NEMO😍 Schnorcheln :)

P.s.: Im Surfblog sind noch einige Bilder dazu gekommen :)

11August
2017

Wenn Träume wahr werden - Surfen lernen :)

Die letzten fünf Tage habe ich im Surfcamp verbracht. So wie man es sich vorstellt. Kleine Bungalows, alle kunterbunt. Es hingen Surfbretter an den Wänden. Und überall Schilder mit Sprüchen wie "Life is better at the beach" oder "Aloha" und viele mehr. 5 Tage ziemlich abgeschottet von der Außenwelt. Das Surfcamp war ein Funkloch :D um überhaupt mal etwas zu versenden oder zu bekommen musste man erstmal ein paar Meter laufen! Aber es war perfekt - genau so.


Am ersten Tag hatten wir unsere erste Surfstunde am Strand, nur ein paar Gehminuten vom Camp entfernt. Wir haben ein paar grundlegende Dinge gelernt uns Surfbretter in den Sand gemalt uns erstmal im Sand gewälzt. Normalerweise drehe ich durch sobald ich auch nur irgendwo Sand kleben habe - aber wenn überall von Kopf bis Fuß Sand ist, dann ist es auch irgendwann egal. Da es viel zu windig war konnten wir leider nicht Surfen und sind nur so schwimmen gegangen. Abends sind wir noch mit zwei Vans auf einen Hügel gefahren und haben den Sonnenuntergang beobachtet. Ganz Klischeehaft saßen wir da mit Gitarre und haben den Wellenrauschen zugehört.


Der zweite Tag hat vielversprechend angefangen. Alle sind in ihre Wetties - was morgens echt eine überwinding ist sich in die nassen und kalten Neoprenanzüge zu quetschen. Aber auch das wurde von Tag zu Tag einfacher. Voller Tatendrang ging es mit dem Surfbrett ins Wasser und man glaubt es kaum - ich stand direkt auf dem Surfbrett und es hat unglaublich Spaß gemacht.


Der dritte Tag begann mit unglaublichem Muskelkater - einfach überall. Aber es ging weiter! Vom vielen surfen habe ich mir leider meine ganzen Hände aufgescheuert. Viele andere noch Ihre Füße. So haben einige den Nachmittag ohne surfen verbracht um den Wunden und Gelenken etwas Genesung zu gönnen :D ein paar von uns sind dann auf einen Hügel gefahren um etwas Yoga zu machen. Eigentlich nicht so mein Ding. Aber wenn man rings herum überall das Meer hat, die Sonne und nichts anderes lässt es sich doch ganz gut aushalten. Das Beste war einfach der Moment als man aufs Meer geguckt hat und da plötzlich so 25-30 Delfine sind. Einfach traumhaft! Abends ist es dann passiert - die erste Spinne mitten auf einer Bank wo wir immer drauf gesessen haben :D es war aber 'nur' eine Huntsman - nicht giftig tut nur weh wenn die beißen :D


Am Donnerstag ging es wieder für 4 Stunden surfen und es wurde immer einfacher auf dem Surfbrett zu stehen :) Einige von uns hatten das Glück während des Surfens mit Delfinen zu schwimmen 😍 am letzten gemeinsamen Abend haben wir noch ein Lagerfeuer zusammen gemacht und sind dann wie jeden Abend total kaputt ins Bett gefallen. 


Freitag war dann "fun friday" und jeder konnte machen wozu er Lust hat. Und ich habe mich nochmal ans Surfbrett gemacht :) alles in allem war es einfach eine total coole Woche, abseits vom ganzen Trubel in Sydney! :)

 

06August
2017

Wochenende bei Beate und Familie :)

Endlich ging es mal etwas außerhalb von Sydney. Beate und ihre Familie besuchen! Zug fahren hat sich als erstaunlich einfach heraus gestellt - ich hatte mir bereits die schlimmsten Szenarien ausgemalt. :D Da ich noch keine australische Simkarte hatte, hätte ich auch niemanden erreichen können 😂 Ich kam aber heile an und wurde von allen herzlich begrüßt und fühlte mich direkt wie zu Hause. Wir waren in Camden - eine kleine, total familiäre Stadt, im Club und in Wollongong am Strand 😍 Zwischendurch habe ich einfach die Ruhe zu Hause genossen - immer leckeres Essen, mit eigenem Zimmer und einem total gemütlichen Bett! An diesen Luxus sollte ich mich aber nicht gewöhnen 🙊

Hier ein paar Eindrücke von dem tollen Wochenende, an dem ich mal das richtige Leben in Australien kennen lernen durfte :)

 

Beate :) Hochzeitslocation 😍 Beachday Blick über Wollongong

Die Tage melde ich mich dann aus dem Surfcamp 🏄😍

02August
2017

BONDI BEACH ❤

Hello :)

Gestern waren wir am Bondi Beach - einfach ein Traum 😍 ich hätte Stunden da bleiben können. Wir haben den Coastal Walk bis nach Coogee gemacht - direkt an der Küste entlang. Bilder sagen mehr als tausend Worte:

BONDI Icebergs 🤤😍

Ich könnte jetzt noch so 7482738 Bilder hochladen, weil es einfach so schön ist 😍

Coole Leute habe auch schon kennen gelernt und die ersten haben sich auf meiner Australienflagge verewigt 😍

Travelmate ❤

Bis dann :)

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